Pressebüro Jugendtreffen 2. Januar 2004
Wie können wir weitergehen? Wie können wir das während des Europäischen Jugendtreffens gewonnene Vertrauen, die Erlebnisse und die Gemeinschaft in unsereren Heimatorten weiterleben?
Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmer am letzten gemeinsamen Nachmittag in den Hamburger Messehallen.
Mit einem Gebet für den Weltfrieden und einem anschliessenden Fest der Völker begrüssten die Teilnehmer des 26. Europäischen Jugendtreffens in Hamburg das neue Jahr.
“Es war ein weiterer Schritt auf dem Pilgerweg des Vertrauens, ein Schritt auf dem Weg zu einem vereinten Europa”, sagt Katharina, 29, eine Helferin aus Hamburg.
In den Kirchengemeinden, in verschiedenen Workshops und sogar in der Essensschlange haben die jungen Christen aus 34 europäischen Ländern in den vergangenen Tagen lebhaft diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Suche nach den Quellen der Freude, nach dem Vertrauen auf Gott und die Suche nach der Möglichkeit für jeden Einzelnen, Hoffnung weiter zu geben.
Sophia und Elias aus Upsala in Schweden berichten begeistert von ihren Erfahrungen: “Nicht nur der Empfang in den Gastfamilien hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen, auch die intensiven Gespräche mit Gleichaltrigen haben uns in unserem Glauben vorangebracht.” Zunächst sei jeder noch etwas schüchtern gewesen, zaghaft näherte man sich an, dann aber hätten sich die Herzen geöffnet, berichtet Sophia. In der Hamburger Gnadenkirche feierten sie den Jahreswechsel und gleichzeitig den 23. Geburtstag von Elias. “Es ist das schönste und grösste Geschenk, seinen Geburtstag so verbringen zu können. So viel Wärme und Herzlichkeit im Vertrauen auf Gott berührt mich tief”, sagt Elias.
Im Gebet zum Altjahrsabend sprach Frère Roger in einer kurzen Ansprache zu den Jugendlichen:
“Manchmal gibt Gott uns im Gebet einen Gedanken ein, er regt sich in uns und bringt uns zum Nachdenken. Einige Wörter genügen, und ein Weg tut sich auf.
Wenn wir zusammen sind, können wir etwas entdecken: Die Schönheit eines Gebets, bei dem wir gemeinsam singen, weckt in uns die Sehnsucht nach Gott.”
Das Europäische Jugendtreffen hat in der Hansestadt etwas bewegt, neue Impulse gebracht und die Zusammengehörigkeit der christlichen Kirche gestärkt. So waren sich die Bischöfe der Nordelbischen Kirche und des Erzbistums Hamburg bei der gemeinsamen Pressekonferenz einig darüber, dass ein Ruck durch Hamburg gegangen sei und, dass dieses Treffen ein Lichtblick darstelle.
Die Brüder der Communauté de Taizé sind voller Dankbarkeit für den grossen Einsatz. Frère Alois aus Taizé bedankt sich herzlich bei den Kirchen, den vielen Kirchengemeinden, den zahllosen gastgebenden Familien und bei der Freien Hansestadt Hamburg für das Engagement und die überwältigende Gastfreundschaft. “Dieses Treffen hat die Herzen der Menschen erreicht.”
Der Pilgerweg des Vertrauens geht weiter:
Vom 5. bis zum 18. Januar findet in der St. Petri Kirche in der Mönckebergstrasse täglich um 13 Uhr ein Mittagsgebet mit Brüdern aus Taizé statt.
Am 18. Januar gibt es in der St. Petri Kirche ein Dankgebet um 15 Uhr.
Auch in Jahr 2004 werden wieder mehrere tausend Jugendliche zwischen März und November für eine Woche nach Taizé fahren und den Weg von Glaube und Engagement fortsetzen.