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Gemeindeleitende der Bistumsregion St. Urs diskutieren den PEP

Diözesanbischof Kurt Koch lud am Donnerstag, 2. März 2006 die Gemeindeleiterinnen und Gemeindeleiter der Bistumsregion St. Urs zur Begegnung zum Thema Strukturen und Personalkonzeption des Pastoralen Entwicklungsplanes Bistum Basel nach Olten ein.

Die Bistumsregionalleitung St. Urs konnte um die 70 Gemeindeleitende aus der Bistumsregion im Pfarrsaal St. Martin Olten zu dieser Begegnung willkommen heissen. Bischof Kurt Koch betonte, dass der Pastorale Entwicklungsplan (PEP) Antworten geben wolle auf die Veränderungen in der Gesellschaft und damit auf die neuen Herausforderungen für eine fruchtbare Pastoral. Es sei für ihn deshalb wichtig, ihre Stimmen auch zu den Strukturfragen im Pastoralen Entwicklungsplan anzuhören.
Die Projektverantwortlichen zeigten die Schwerpunkte dieses zukunftgerichteten Projektes auf. Durch geeignete Strukturen und eine neu überdachte Personalkonzeption soll eine optimale Pastoral zu Gunsten aller ermöglicht werden. Die Bistumsleitung will durch Planung von sog. Pastoralräumen, die eine bis mehrere Pfarreien umfassen können, nicht bloss dem Personalmangel begegnen, sondern vor allem durch intensivere Zusammenarbeit in Verbänden von Pfarreien die zukünftige Seelsorge gestalten.

Fragerunde
Im offenen Gespräch wurden Unterstützung für das Projekt, Verständnis für notwendige Veränderungen aber auch Fragen und Bedenken angemeldet.

Wie werden Pastoralräume gebildet?
Zuerst werden diese Räume innerhalb der Dekanate umschrieben – ausgehend von den Lebensräumen der Menschen, den bestehenden Pfarreien, den staatskirchenrechtlichen und politischen Grenzen. Die Grösse eines Pastoralraumes soll überschaubar sein gemessen an einer sinnvollen Grösse der Leitungsteams. Der letzte Entscheid für die Errichtung der Pastoralräume liegt beim Bischof. Die Laienräte und die staatskirchenrechtlichen Instanzen werden auf allen Ebenen mit einbezogen. Wo ein Pastoralraum mehrere Kirchgemeinden umfassen wird, können für die Besoldung des Personals Zweckverbände gebildet werden. Die Pfarrwahlrechte sollen erhalten bleiben, jedoch sinnvoll angewendet werden.

Beziehung Pastoralräume – Dekanate?
Die Bedeutung der Dekanate und die Aufgaben und Kompetenzen der Dekanatsleitungen bleiben im Wesentlichen dieselben, doch werden letztere entlastet.

Territoriale und kategoriale Seelsorge?
Im Pastoralraum eröffnen sich für die Seelsorgenden viele erweiterte Möglichkeiten, die Seelsorge wahrzunehmen; so können z.B. Sozialdienste, Jugendarbeit und andere Spezialseelsorge professioneller organisiert werden. Dabei soll jedoch die Beziehung zu den Betroffenen erhalten bleiben.

Viele zusätzliche Stunden für Sitzungen der Pastoralraumteams?
Im Pastoralraumteam sollen umfassende Verantwortlichkeit delegiert und möglichst nur Grundsatzfragen traktandiert werden. Solche Sitzungen haben auch spirituelle und theologische Ausrichtung. Jedoch sollen die operativen praktischen Anliegen weiterhin in den Pfarreien gelöst werden.

Was heisst "Leiten" in der Kirche?
Der eigentliche Leiter in der Kirche ist Jesus Christus. Durch Weihe und Ordination wird sichtbar, dass Christus das eigentliche Zentrum der Kirche ist. Dies kommt bsonders deutlich in der Eucharistie zum Ausdruck.

Viele neue Begriffe?
Neue Verhältnisse sollen auch deutlich bezeichnet werden. Ein Pastoralraum baut zwar auf dem heutigen Seelsorgeverband auf, doch ist die Zusammenarbeit verbindlich. Mit der ausserordentlichen Leitung von Pfarreien und Pastoralräumen haben wir keine idealen Verhältnisse; daher finden wir auch keine idealen Begriffe.

Wie geht es weiter?
Bis Anfang April finden weitere Begegnungen mit Gemeindeleitenden und Pastoralassistenten/-innen der Bistumsregionen statt. Aufgrund der Rückmeldungen werden die Unterlagen bis Ende April überarbeitet. Dann geht der PEP bis Ende Juni in die Vernehmlassung in den diözesanen Räten. Danach erfolgt die Endredaktion der Dokumente. Zum Abschluss des PEP gibt es eine kleine Feier am Christkönigsfest. Aber – Abschluss der Dokumente heisst hier Beginn der praktischen Umsetzung!

Hans-E. Ellenberger
Informationsbeauftragter

Die aktuellen Leitsätze des PEP und die Rückmeldungen aus den Dekanatsfortbildungskursen und Hearings finden Sie auf unserer Homepage unter: www.bistum-basel.ch/seite.php?na=2,4,0,0,d

 

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