Seit dem 2. Vatikanischen Konzil gibt es in vielen Bistümern wieder eine Gruppe von Frauen, die im Geiste Jesu und der alten Kirche auf Ehe und Familie verzichten und sich mit einer Jungfrauenweihe Gott und der Kirche zur Verfügung stellen. Bei ihrem jährlichen Treffen am 14. Januar 2012 mit Weihbischof Martin Gächter in Solothurn tauschten sie über ihre Erfahrungen an ihren verschiedenen Wohnorten aus. Ihre Lebensweise als gottgeweihte Jungfrauen werde von vielen modernen Menschen nicht verstanden. Doch geben sie in einer Zeit, wo so viele Christen für die Abschaffung des Priesterzölibates sind, ein deutliches Zeugnis für eine völlig freiwillige Ehelosigkeit, zu der Jesus auch heute einlädt mit der Bemerkung „fasse es, wer es fassen kann“. Dabei erfahren sie – wie übrigens auch die zölibatären Priester – wie sie von vielen Belastungen frei sind und für viele Mitmenschen und Aufgaben Zeit haben. Diese Freiheit für Gott und die Menschen ist auch heute ein grosser Wert, wo überall Freiheit gesucht und geschätzt wird. Wie weltoffen und sportbegeistert diese Jungfrauen sind, zeigte sich nach dem gemeinsamen Mittagessen, als sie am Fernsehen den schönen Schweizer Sieg beim Lauberhornrennen lautstark bejubelten!
Ihre nächsten Treffen haben sie für den 22. Sept. 2012 in Hauterive (FR) und den 26. Jan. 2013 in Solothurn geplant.
Weihbischof Martin Gächter